Und einmal zurück auf Anfang bitte!

Warum tut Google das? Warum fange ich denn wieder von vorne an? Es fühlt sich ernüchternd an und viele unter uns Online-Marketern kennen dieses Gefühl, wenn Google mal wieder an seinem Algorithmus und scheinbar jede Erkenntnis über den Haufen wirft. Ganz sicher starten wir nicht wieder bei null, viele Sachen sind längst bekannt. Aber es fühlt sich trotzdem jedes mal so an.
Aber warum tut Google das an dieser Stelle und datet den eigenen Algorithmus eigentlich ab? Schauen wir mal ein wenig zurück in die Vergangenheit. Früher war es gang und gäbe, Google als Suchmaschine zu täuschen. Bedeutet: Man spielte für den Algorithmus des Google Bots eine andere Version der Webseite aus, als der tatsächliche User letztendlich zu Gesicht bekam. Genau wie z.B. das Kaufen von Links im Ausland oder das kommentieren von etlichen ausländischen Blogartikeln, um so viele Backlinks zur eigenen Seite aufzubauen. Jeder Online-Marketer hat sicherlich schon einmal von dem alten Trick gehört, die Keywords alle an einander zu reihen und entweder durch den z-index oder mit display:none auszublenden.
Ihr seht: Die Tricks sind vielseitig und der Fantasie keine Grenze gesetzt gewesen.

Also: Es liegt auf der Hand, warum Google also immer wieder nachjustiert. In meiner Zeit bei einer der größten Online Marketing Agenturen in Deutschland habe ich u.a. gelernt, wie viele Ranking Faktoren es wirklich gibt. Über 200. Und viele von denen teilweise mit bis zu 50 verschiedenen Variationen.
Klar kann man in etwa die wichtigsten an dieser Stelle heraus stellen (keine Wertung der Reihenfolge):

  • Content
  • On Page /technisches SEO
  • Backlinks
  • Qualität der Seite
  • Überschriften Hierachie
  • Bildbenennung
  • Keywords
  • Ladezeit
  • Meta Angaben
  • Ladezeit
  • Mobile Friendly
  • ….

Heißt aber auch: Bei jedem Update arbeitet Google an kleinen Stellen im Algorithmus nach, um die Relevanz der Suchbegriffe für den Google User noch interessanter zu machen – letztendlich möchte Google ja das bestmögliche Ergebnis ausspielen. Und vor allem: Seinem User helfen, schnell das gewünschte zu finden.

Nehmen wir mal an, wir suchen nach neuen Filmen auf Netflix:

Google gibt Dir einen Haufen an Infos, ohne, dass Du auch nur zwingend einen Beitrag anklicken musst. Viele der Infos finden sich schon in den Seitenbeschreibungen und im Content drum herum wieder. Beispielsweise: Ich erfahre, dass Netflix bestimmte Filme aus dem Programm nehmen wird, möglicherweise auch für mich interessante Filme oder eine entsprechende Auswahl aktueller Filme direkt nach dem Suchfeld.

Google ich zum Beispiel nach einem bestimmten Schauspieler, wird mir immer eine kurze Vita und ein Ausschnitt seiner Filme angezeigt. Kurz um: Google möchte seine User schnell zu einem für sie relevanten Ergebnis führen und dreht deswegen an vielen dieser kleinen Stellschrauben. Manchmal sind die Drehungen so minimal, dass Google sie gar nicht mitteilt und auch erfahrene Online-Marketer diese erst spät erkennen – oder gar nicht.

Fassen wir mal unsere ersten Erkenntnisse zusammen: Google tut viel, um seine Nutzer immer besser zu verstehen und ihnen die Suche zu erleichtern – was für manchen Marketer ein Fluch und Segen zu gleich ist.

to be continued…..